USA Roadtrip Juni 2013 – Von Seattle bis Denver – 5.700 km durch den Wilden Westen

Dieses Mal wird der Reisebericht von Bob geschrieben. Dieses freche, glubschäugige Plüsch-Schwein hat uns bei den letzten Urlauben oft begleitet und stets an meinen „sterbenslangweiligen, zum Schweine melkenden“ Reiseberichten rumgemäkelt. Genervt sagte ich ihm er solle es doch besser machen und er nahm die Herausforderung an. Als Gegenleistung verlangte er, dass sein Kumpel Camelot ( ein dummdöseliges Kamel ) mitkommen dürfe. Dies habe ich mittlerweile bereut, da ich die beiden Viecher knappe 3 Wochen im Rucksack mitschleppen durfte, und glaubt mir – zusammen bringen die Zwei schon einiges auf die Waage.

Ab hier übernimmt nun Bob – viel Spaß beim lesen seines Reisetagebuches !

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Sonntag, 02.06.2013 Abflug nach Seattle

Tageskilometer : 25 km

Endlich geht es los ! Um 6 Uhr klingelt der Wecker und läutet den Reisebeginn ein. Wir springen aus dem Bett und schon eine Stunde später geht es zum Flughafen. Camelot schaut immer noch recht ungläubig ob der frühen Stunde drein. Er braucht immer ein wenig um in die Hufe zu kommen. 

Dort angekommen erfahren wir als erstes, dass unsere American Airline Maschine zwei Stunden Verspätung hat… na toll …ursprünglich war geplant nach Ankunft in Chicago den Flug nach Seattle auf die frühere Maschine umzubuchen, dass könnte jetzt knapp werden.

Da wir jetzt ausreichend Zeit zur Verfügung haben, frühstücken wir erst mal gemütlich im Marché und Chris und Moni vertreiben sich die Zeit mit lesen, surfen und den Massagesesseln während Camelot und ich die Flugzeuge auf dem Rollfeld beobachten.

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Irgendwann geht es dann aber doch endlich los. Christian hat uns diesmal Plätze in der „Main Cabin Extra“ gebucht – das ist zwar nicht mit Business zu vergleichen, aber man hat hier viel mehr Platz als in der regulären Holzklasse und kann sogar tatsächlich die Beine ausstrecken. Mich interessiert das eher weniger mit meinen kurzen Stampferchen, aber Camelot breitet erst mal genüsslich seine Stelzen aus. Die 9 Stunden Flugzeit nach Chicago sind auf diese Weise sehr gut zu ertragen.

In Chicago angekommen haben wir richtig Glück mit der Zollkontrolle – natürlich müssen wir erst mal wie üblich die gefühlten 5 km durch das Flughafengebäude zurücklegen, aber vor den Zollschaltern befinden sich diesmal keine Menschenmassen und wir kommen – nach einem Slalomlauf durch die Wartereihen – direkt zum Schalterbeamten.

Camelot verstecken wir sicherheitshalber im Rucksack, da wir befürchten sein arabisch angehauchtes Aussehen könnte die Zöllner beunruhigen und dazu führen, dass Camelot als Terrorverdächtiger zur Befragung dabehalten wird. Schon wenige Minuten später können Chris und Moni bereits Ihre Koffer in Empfang nehmen. Diese müssen dann erneut aufgeben werden, schließlich geht es nachher weiter zu unserem eigentlichen Ziel – Seattle. Den früheren Flug können wir durch die Verspätung in Düsseldorf abschreiben.

Christian schickt eine kurze E-Mail um die Heimatfront zu informieren, dass wir Chicago lebend erreicht haben und jetzt 3 Stunden Aufenthalt bis zum nächsten Boarding haben. Als er uns die Mail vorliest, schaut Moni etwas entmutigt. Nach einem Blick auf die Uhr wird auch mein Rüssel etwas blasser – in Deutschland ist es jetzt 22 Uhr, wir sind seit 6 Uhr auf den Hufen, ein 9 Stunden Flug liegt hinter uns, jetzt noch 3 Stunden Zeit totschlagen und dann weitere 4 Stunden Flug bevor wir dann den Mietwagen abholen und zum Hotel fahren können… jups – das wird ein laaanger Tag…Schlagartig werde ich saumüde und halte erst mal ein Schläfchen im Rucksack.

Irgendwann startet dann auch endlich die Maschine nach Seattle. Chris und Moni fallen in die Sitze und auch umgehend ins Koma, verschlafen den Start und sämtliche Getränkeausgaben. Erst beim Landeanflug schlagen die beiden die Augen auf. Der Anflug auf Seattle über die Seenplatte ist fantastisch, aber Moni ist noch zu verpennt um ihre Kamera aus dem Gepäckfach zu holen und starrt nur transusig fasziniert aus dem Fenster. Auch hier hatte Chris glücklicherweise „Main Cabin Extra“ gebucht, daher fühlen sich die beiden nach dem aufwachen nur wie normale Zombies und nicht wie beinamputierte Zombies mit Rheuma.

Chrismo holen das Gepäck, dann geht es mit dem Shuttlebus zur Alamo-Station um den Wagen für den diesjährigen Trip abzuholen.

Tatsächlich steht – wie erhofft – ein schwarzer Chevrolet Tahoe zur Auswahl. Tja – Schwein muss man ( dabei ) haben. Den nehmen wir natürlich direkt in Beschlag. Das kleine Monster ist auch noch fast neu und hat nur 500 Meilen auf dem Buckel –  na, das wird sich bald ändern !

Camelot und ich können die Begeisterung nicht nachvollziehen – trotz der Riesenstelzen von Camel brauchen wir einen Kran um dieses Monster zu besteigen – aber die BOSE Musikanlage bekommt meine Stimme und Camelot bekommt – als Wüstentier –  ganz große Augen als er die Sitzheizung entdeckt. Moni stellt jedoch direkt klar, dass sie hofft diese im Urlaub nicht benutzen zu müssen – höchstens eine Sitzkühlung. Sie will warmes Wetter.

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Chris übernimmt die Fahrt zum Hotel und wir fahren an der erleuchteten Skyline von Seattle vorbei. Die Space Needle sticht natürlich hervor. Unser Hotel für die nächsten zwei Nächte, das „Quality Inn“, liegt nur 3 Blocks von dieser Sehenswürdigkeit entfernt. Um Mitternacht ( US-Zeit ) checken wir ein, in Deutschland ist es bereits 9 Uhr morgens des nächsten Tages – jetzt sind wir also 27 Stunden unterwegs. Aber es hilft alles nichts – Moni hat einen riesigen Hunger und Chris weiß natürlich – damit ist nicht zu spaßen. Die wird nicht nur zur Diva wenn sie Hunger hat – da sind Menschenleben in Gefahr ! Also wird die Rezeptionistin nach einem Lokal befragt und die beiden machen sich zu Fuß zum „5 Points“ auf, eine Bar welche 24 Stunden geöffnet hat.

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Zum Glück werden Camelot und ich nicht Zeugen des Hamburger-Massakers welches Moni dort veranstaltet. Lt. Christians Erzählung hat sie das ( wohl sehr gute ) Essen auf eine Art und Weise inhaliert, welche die Tischmanieren der gesamten deutschen Nation bei den anwesenden, einheimischen Gästen für immer in Verruf gebracht hat. Gesättigt und hundemüde fallen die beiden dann um 1.30 Uhr ins Bett.

Montag, 03.06-13 – Seattle

Um 6.15 Uhr wird Moni wach – die Zeitverschiebung lässt grüßen. Den Tag beginnen wir erst mal mit einem leckeren Frühstück im Hotel, anschließend werden Camelot und ich in den Rucksack gepackt dann geht es auf zur Stadterkundung.

Seattle soll – was die Regenhäufigkeit betrifft – das Pendant zu unserer Heimatstadt sein. Eingeplant waren also Regenjacken und lange Hosen – die Wetter-App sagt jedoch 20 Grad für heute voraus, keine Spur von Niederschlag. Chris und Moni sind positiv gespannt, aber misstrauisch – vor allem da es um diese frühe Stunde noch ziemlich frisch und diesig ist.

Zuerst geht es zur Space Needle und natürlich wollen wir auch hinauf. Am Eingang gibt es erst mal eine Taschenkontrolle. Moni übergibt der Security ihren Rucksack mit den Worten :“Camel-Control“ … der Mann packt Camelot aus und fängt an zu lachen. Er hätte ja schon alles gehabt, erzählt er – sogar Drachen, aber noch nie ein Kamel. Die Leute in der Schlage hinter uns lachen sich jetzt auch alle schlapp, als der arme Cam für alle sichtbar in die Höhe gehalten wird – der bekommt natürlich vor Aufregung ganz große Augen. Soviel Aufmerksamkeit ist der gar nicht gewohnt. Mit dem Aufzug geht es die 60 Stockwerke nach oben und dann bestaunen wir die schöne Aussicht.

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Anschließend geht es zum EMP Museum direkt daneben und dann zum Abfahrtspunkt der „Ride the Ducks“ Tour gegenüber. Normalerweise machen Chris und Monika einen großen Bogen um solche Touristentouren, aber diese Tour wurde bereits in so vielen Internetforen dermaßen positiv beschrieben und gelobt, dass die Beiden sich jetzt auch unbedingt zum Affen machen wollen.

Also sitzen wir vier bald in diesem Bus, welcher sich sowohl zu Lande als auch im Wasser fortbewegen kann, tragen lustige gelbe Entenschnäbel und quaken begeistert zu den Erklärungen des Tour Guides der gleichzeitig auch der Busfahrer und Kapitän ist, und während der Fahrt ununterbrochen witzige Anekdoten und wissenswertes zu Seattle erzählt, dazu spielt er laute Musik zu der er – und wir – wild rum hampeln.

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Es ist tatsächliche eine spaßige und kurzweilige Tour – vor allem als es dann in den Lake Union geht – eine herrliche Bootsfahrt bei 20 Grad, blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein – Perfektes Wetter also ! Viele Einwohner von Seattle haben als Wohnstätte ein Hausboot auf dem Lake gewählt – eins schnuffiger als das andere. Wie nicht anders zu erwarten, hat Moni direkt eines der schwimmenden Häuser als zukünftigen Wohnort für uns auserkoren.

Nach der Tour geht es dann zur Mono-Rail Station und mit der Bahn in die Innenstadt. Chris und Moni stärken sich erst mal mit einem Burrito bei „Chipotle“, dann geht es weiter zum Hard Rock Cafe, wo die beiden sich mit Shirts eindecken.

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Am Pike Place Fish Market schauen wir den berühmten Fish-Throwern zu, wie sie sich gegenseitig die riesigen Fische zuwerfen und schlendern anschließend an den bunten Marktständen vorbei die mit Obst, Gemüse, Meeresfrüchten, Blumen und allem möglichen Schnick-Schnack beladen sind.

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Bei herrlichem Sommerwetter wandern wir dann an den Piers entlang, stöbern in den Geschäften und machen sogar eine Runde mit dem Riesenrad welches einen fantastischen Blick über das Meer, die Skyline und die Piers bietet. Nur Camelot war die gesamte Zeit völlig panisch und rechnete mit einem Absturz der Gondel.

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Auf dem Rückweg vom Pier durch die City gibt es noch einen Abstecher zu Starbucks, schließlich muss Moni noch die obligatorische City Mug mitnehmen.

Gegen Abend erreichen wir wieder das Hotel und nach einem kurzen Boxenstopp gehen Chrismo wieder ins „5 Points“. Camelot und ich hauen uns derweil ins Bett und ich schreibe noch ein wenig Tagebuch

Dienstag, 04.06.2013 – Seattle – Mount Rainier National Park – Yakima

Tageskilometer : 300 km

Wir machen noch einen kurzen Abstecher zur George Washington Memorial Bridge und besuchen dort den fast 6 m großen Troll, in der Troll Avenue, dann verlassen wir Seattle und fahren durch den Mount Rainier National Park nach Yakima.

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Die Landschaft im Mount Rainier Nationalpark ist fantastisch – beeindruckende Gletscher eingebettet in dichte Wälder dazu Wasserfälle und dazwischen schlängeln sich einige Flüsse. Auf den Bergspitzen liegt noch Schnee und der Mount Rainier ist eine funkelnde Schneekugel. Das Wetter spielt weiterhin mit und wir genießen diesen sommerlichen Tag in dieser herrlichen Natur. Die gewundene Straße führt uns immer höher in die Berge hinauf und die Temperaturen sinken stetig. Plötzlich sind wir mitten in einem Winterwunderland angekommen.

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Camelot fallen vor Begeisterung fast die Augen aus dem Kopf – hat dieses Wüstentier doch schließlich noch nie Schnee gesehen. Daher steigen wir beide diesmal mit aus und machen eine Schneeballschlacht bis uns die Hufe abfrieren.

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Moni übernimmt nun das schwarze Schlachtschiff und gegen Abend erreichen wir den Ausgang des National Parks. Den ganzen Tag über haben wir während der Fahrt das Hörbuch „Das total gefälschte Tagebuch des Ehemanns von Frau Merkel“ angehört – ein echter Brüller! Camelot hat sich einmal vor Lachen dermaßen die Beine verknotet, dass Christian ihn wieder entwirren musste. Das Hörbuch ist nun zu Ende und den Rest der Strecke hören wir Countrymusik welche perfekt zu der Landschaft passt welche sich nun vor uns auftut – endlose Steppen,  Berge und dazu tropische Temperaturen – fehlen nur noch ein paar Cowboys und Indianer !

 

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Wir erreichen unser Hotel für diese Nacht, das „Red Lions“. Chris und Moni checken ein und bringen das Gepäck auf’s  Zimmer. Das Hotel ist sehr gepflegt, die großen Zimmer verfügen zusätzlich zur üblichen Ausstattung noch über einen Balkon welcher zur Liegewiese mit Pool gelegen ist.

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Aber zum schwimmen ist es jetzt ein wenig zu spät und erst mal muss die Moni gefüttert werden bevor es kritisch wird. Das Internet wird nach Restaurants in der Nähe befragt und die Wahl fällt auf Panda Express. Zurück im Hotel lädt Chris noch die wenigen hundert Bilder von den Kameras auf das Netbook während Monika bereits an der Matratze horcht.

Mittwoch, 05.06.13 Yakima – Coeur d`Alene 

Tageskilometer : 390 km

Gegen 7 Uhr sind wir alle wach und machen uns abfahrbereit – bei diesem herrlichen Wetter möchte man ja schnell raus ! Wir packen zusammen, checken aus und steuern zum Frühstück ein Denny´s an. Dort wird erst mal ausgiebig geschlemmt. Anschließend schnappt Moni sich die Autoschlüssel für heute – war ja klar, dass sie sich Hals über Kopf in den Tahoe verlieben würde.

Die nächsten Stunden fahren wir auf dem Highway 90 – die Landschaft ist phänomenal und wir hören das Hörbuch „Er ist wieder da“ – zum wegschmeißen komisch.

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Am Horse-Monument machen wir eine kurze Rast und gegen 15 Uhr erreichen wir Coeur d`Alene und unser Hotel dort, das „Shilo Inn“. Die Zimmer sind überdurchschnittlich groß und Camelot und ich haben sogar unsere eigene Couch. Wir fahren in den Ort, der ganz auf Wassersport ausgelegt ist – überall Boote, Jetskies und Geschäfte für Sport- und Swimwear. Der Ortskern selber ist sehr hübsch, mit vielen kleinen Läden, Lokalen und Cafés die zum bummeln und verweilen einladen.

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Uns zieht es bei diesem herrlichen Wetter jedoch in Richtung See. Den Nachmittag verbringen wir vier am Strand. Anschließend spazieren wir noch etwas durch den schön angelegten Park, welcher direkt an der Bucht liegt. Hier kann man – zwischen herumhuschenden Eichhörnchen – gemütlich picknicken und grillen.

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Gegen Abend geht es nach einem kurzen Boxenstopp im Hotel noch in die hiesige Mall wo wir eigentlich ein wenig shoppen wollten, allerdings haben die meisten Geschäfte um diese Uhrzeit leider schon geschlossen, daher gehen wir direkt ins „Applebees“ und beschließen den Tag mit Steaks und Burgern.

Donnerstag, 06.06.2013 Coeur d’alene – Whitefisch

Tageskilometer 380 km

Um 8 Uhr packen Chris und Moni zusammen und machen sich abreisebereit. Moni hängt ein wenig in den Seilen – Röchleritis und Gliederschmerzen sind zu den gestrigen Halsschmerzen hinzugekommen. Sie hinterlässt eine Spur aus Taschentüchern – verlieren können wir sie also nicht. Das Frühstück ist – wie bei allen „Shilo Inns“ – inklusive … also wenn man das Frühstück nennen möchte und nichts gegen Styroporteller hat… aber man wird satt und kostet nicht viel Zeit, also wird es in Anspruch genommen. Dann wird zusammen gepackt und ausgecheckt und dann möchte auch der Tahoe sein Frühstück für heute und wir füllen den halbvollen Tank für 50 $ auf.

Cam und ich machen uns langsam Sorgen um Moni – ihr muss es wirklich schlecht gehen, da sie doch tatsächlich freiwillig den Fahrersitz gegen den Beifahrersitz tauscht. Unser Ziel liegt im Bundesstaat Montana – wir werden also eine Zeitzone überspringen und verlieren dadurch 1 Stunde. Durch die abwechslungsreiche Landschaft vergehen die 4 Stunden Fahrt schnell um und wir machen viele Fotopausen. Moni spielt Menopause und dreht mal die Klimaanlage höher, weil ihr so heiß ist, dann stellt sie wieder die Sitzheizung auf höchste Stufe – und das bei 30 Grad im Schatten. Unser Wagen sieht aus wie ein fahrbares Tempomobil… uaahh.

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In Whitefish angekommen steuert Chris daher erst mal ein „Walgreens“ an und besorgt Halsschmerztabletten, die haben wir nämlich diesmal nicht in unserer Reiseapotheke. Kurz darauf erreichen wir die „Whitefish Lodge“

Da wir hier 2 Nächte verbringen und die Umgebung so viel zu bieten hat, haben Chrismo uns hier in diesem – direkt am See gelegenen – 4 Sterne Hotel eingemietet. Schon von außen macht das Hotel einen tollen Eindruck und auch das Zimmer ist ein Traum – große Fenster, hochwertige dunkle Holzmöbel ein Kamin und ein schickes Badezimmer mit schwarzem Schiefer, geräumiger Dusche und Badewanne – über dieser ist sogar eine Öffnung zum Schlafzimmer, damit man während des Badens Fernsehen schauen kann. Genau das Richtige also für unsere TV-süchtige Badetante Moni.

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Wir erforschen ein wenig die Hotelanlage und spazieren am See entlang. Auf dem hoteleigenen Bootsanlegesteeg machen wir es uns dann in der Sonne gemütlich, lassen die Beine in den eiskalten Gletschersee baumeln und genießen die herrliche Aussicht.

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Irgendwann treibt uns der Hunger aber dann doch in den Ort wo die Wahl auf „Pizza Hut“ fällt. Anschließend gönnen Chrismo sich dann noch ein schönes Schaumbad – Camelot und ich verzichten, weil unser Pelz immer so lange zum trocken braucht. Wir machen es uns dafür vor dem Kamin gemütlich.

Freitag, 07.06.13 Glacier National Park

Tageskilometer : 460 km

Um 7 Uhr springen wir aus den Federn und machen uns fertig. Die nette Dame an der Rezeption hat uns für das Frühstück das „Loulas“ im Ort empfohlen – ein wirklich guter Tipp! Das Lokal ist sehr gemütlich, die Bedienung sehr freundlich und das Essen ist einfach köstlich. Die Omeletts werden mit viel frischem Gemüse und Käse zubereitet, dazu gibt es geröstetes Sourdoughbread und Huckleberry-Eistee.

Jetzt röchelt auch Christian vor sich hin … na großartig. Ich glaube mein Rüssel fängt auch schon an zu jucken.

Nach diesem leckeren Frühstück wird auch der Tahoe gefüttert, da der Tank schon wieder halbleer ist – also wieder Nachschlag für $50 … kleiner Vielfraß.

Bei blauem Himmel und Sonnenschein fährt Moni zum Glacier National Park. Dort erfahren wir, dass aufgrund einer Lawine leider ein großer Abschnitt gesperrt ist. Lediglich 20 km können wir von dieser Seite aus befahren, dann müssen wir umkehren und ca. 100 Meilen um den Park herum fahren um zum anderen Eingang zu kommen – das ist natürlich schade, aber nicht zu ändern.

Die Natur ist fantastisch – Gletscher die sich in Seen spiegeln, Berge und Flüsse – ständig machen wir Halt und Chris und Moni erkunden die Umgebung mit Ihren Kameras, während Camelot und ich uns im Auto die Zeit mit „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ vertreiben… leider braucht Cam ungefähr eine Stunde um zu erraten was ich in der Farbe „Orange“ sehe…

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Bald ist der abgesperrte Bereich erreicht, Moni wendet und fährt die Strecke wieder zurück. Chris ist heute derjenige, der Halstabletten futtert und sich nicht zwischen frieren und schwitzen entscheiden kann. Im Niesen sind jedoch alle beide Weltmeister. Aus Angst vor Ansteckung vergraben Camelot und ich uns unter den Regencapes auf der Rückbank.

Die kurvenreiche Strecke auf der „Rough Road“ ist perfekt für unseren Tahoe und die Aussicht auf die Gletscher, Wälder und Täler ist der absolute Wahnsinn. Chris fotografiert fast ununterbrochen während der Fahrt und von Moni hört man nur „Ahhs“ und „Ohhs“ . Cam und ich können die ganze Aufregung nicht nachvollziehen – wenn es sich um Schlammfelder handeln würde, in denen man sich suhlen könnte, oder ein paar Wüsten für das Trampeltier hier, aber Berge? Naja – jedem das seine. Der Himmel zieht sich zu und die Wolken werden immer dunkler, es wird kälter und ein stürmischer Wind zieht auf, dadurch ergeben sich jedoch noch mehr fantastische Foto Motive, denn die grau-schwarzen Wolken bilden einen tollen Kontrast zu den Bergen und das Licht lässt alles ganz unwirklich erscheinen.

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Kaum haben wir Park betreten, kreuzt bereits ein Coyote unseren Weg. Camelot und ich geraten in Panik, aber Chris beruhigt uns – Plüsch und Watte würden angeblich nicht auf dem Speiseplan von Coyoten stehen. Die kurvenreiche Straße führt immer höher in die Berge und schon wieder halten die Beiden ständig an um die Umgebung zu erkunden. Wir sollen wegen des Windes im Auto bleiben, aber Cam möchte unbedingt ein Foto von uns beiden als Erinnerung – dabei werden wir fast in den Gletschersee geweht. Moni kann gerade noch beherzt zugreifen, sonst wäre es wirklich ein Erinnerungsfoto geworden – die letzte Erinnerung… das war knapp und der Schreck sitzt uns noch lange in der Watte.

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Gegen Abend machen wir uns auf den Rückweg und am nächsten Plumpsklo-Rastplatz gibt Chris Kalispell als nächste Destination ins Navi ein, in der Hoffnung, dass wir in diesem größeren Ort vor Whitefish, eine bessere Auswahl an Restaurants vorfinden werden. Unter Protest von Moni ( auch nach 8 Stunden Fahrtstrecke hat sie noch nicht genug von ihrem geliebten SUV ) übernimmt er dann auch das Steuer. In der auferlegten Zwangspause befragt sie während der Fahrt dann Tripadvisor und sucht nach einer Empfehlung für unser heutiges Abendessen. Das I-Hop soll die besten Burger anbieten, das müssen wir natürlich ausprobieren. Als wir dort ankommen ist das Lokal schon voll besetzt – entweder ist das Essen hier tatsächlich so lecker, oder alle Gäste sind -wie wir- Tripadvisor gefolgt. Moni und Chris verputzen die Kobe-Rind-Burger mit Mozzarella bis auf den letzten Krümel, scheint also tatsächlich zu schmecken. 

Beim anschließenden Spaziergang durch Kalispell bekommt Fräulein Nimmersatt noch ein hausgemachtes Eis und dann geht es nach Whitefish wo Chris die – gefühlten 800 Bilder – von den Kameras auf das Netbook überträgt, während Moni schon wieder in der Wanne dümpelt.

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Samstag, 08.06.13 Whitefish – Butte

Tageskilometer : 405 km

Heute wird ausgeschlafen. Auf dem Plan steht lediglich die Fahrt nach Butte als reine Übernachtungsdestination und zu diesem Ort fällt sogar unserem Lonley Planet-Reiseführer nicht viel ein – und das sagt ja schon alles. Wir schlafen also bis 9 Uhr und gehen den Tag ganz gemütlich an. Camelot trödelt extra lange im Bad und benutzt alle kleinen Handtücher…grunz…

Wir packen zusammen, checken aus und fahren zum frühstücken wieder zum „Loulas“. Heute ist Samstag, also ist es natürlich rappelvoll aber wir haben Glück und bekommen trotzdem sofort einen Tisch. Gestärkt geht es weiter zur Tankstelle und dann verweist Moni Christian auf den Beifahrersitz – jemand der alle 2 Minuten entweder einen TBC anmutenden Hustenanfall bekommt oder dermaßen niest, dass das Auto Schlagseite bekommt, gehört ihrer Meinung nach nicht hinters Steuer. Camelot ist ganz gerührt von so viel Fürsorglichkeit… aber ich kenne sie schon länger und vermute daher, dass sie ihr geliebtes Schlachtschiff lieber selber fahren möchte.

Gegen Nachmittag erreichen wir Butte. Einst eine schillernde Größe im Bergbau, nach Schließung der Minen jetzt jedoch hauptsächlich ein beliebter Zwischenstopp für Touristen auf dem Weg zum Yellowstone Nationalpark. Wir checken im „Best Western Plaza Inn“ ein und Chris und Moni ziehen hustend zur gegenüberliegenden Mall ab um dort einen „Jeanseinkaufmarathon“ vorzunehmen. Viel anderes als shoppen kann man hier wohl nicht machen, wenn man sich nicht gerade für stillgelegte Bergbauminen interessiert. Da die beiden gesundheitlich noch angeschlagen sind, werden unterwegs Tacos, Torillas und Quesadillas besorgt und dann bei einem gemütlichen Picknick im Hotelbett vertilgt.

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Sonntag, 09.06.13 Butte – Big Sky

Tageskilometer : 260 km

Wir stehen früh auf und Chrismo gehen zum Hotelfrühstück, was sie anschließend bedauern – war wohl nicht so dolle und bestand aus halbrunden, gelben Gummiteilen ( Omelettes ), wenig appetitlichem Aufschnitt und lilafarbenem Waffelteig…aber zum Glück gab es wohl eine große Auswahl an heißen und kalten Getränken, Toast Marmelade und Erdnussbutter, also ist niemand verhungert.

Nach dem auschecken geht es zum K-Mart um Nachschub an Getränken, Monis geliebten Pay-Day-Riegeln und Erkältungsmedikamenten zu besorgen. Schnell noch ein kleines Benzinfrühstück für Big T. Dann geht es auf die 95 North Richtung Big Sky und schon gegen Mittag erreichen wir die „320 Ranch“ – unsere Lodge für die nächsten 2 Nächte.

Es handelt sich hierbei um eine in den Bergen gelegene Pferderanch. Die Gäste wohnen in geräumigen, schnuffigen Blockhütten mit eigener Veranda, mitten im Grünen. Wir sind alle ganz begeistert – der Himmel ist strahlend blau, die Sonne lacht vom Himmel und es herrscht – bis auf das Zwitschern der Vögel – absolute Stille. Herrlich! Als erstes gönnen wir uns eine Pause mit gekühlten Getränken auf der Veranda, sonnen uns und genießen die herrliche Umgebung.

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Anschließend fahren wir hinauf in die Berge zum Big Sky Resort- das Örtchen direkt am Fuße der Big Sky Bergkette. Hier liegt auch ein großer See. Im Winter ist dieser Ort ein beliebtes Skigebiet, daher gibt es mehrere Skilifte. Jetzt im Sommer sollten diese – lt. Reiseführer – auch geöffnet sein, um Wanderer auf die Bergspitze zu transportieren, – aber leider sind heute alle Lifte geschlossen … ob es daran liegt, dass heute Sonntag ist ? Camelot und ich schaukeln trotzdem mal auf dem Skilift – wir wollten sowieso nicht wandern… wir lassen uns lieber wandern. Moni und Chris erforschen noch wenig die Umgebung, dann geht es weiter in den kleinen Ort Meadows, unterhalb vom Big Sky Resort wo sich ein paar kleine Geschäfte und Restaurants befinden. Hier gibt es auch wieder Internetempfang und daher kann ein Lokal für´s Abendessen gesucht werden. Die Wahl fällt auf die Cinnamon Lodge – eine urige Blockhütte wo mexikanisches Essen angeboten wird. Man kann entweder auf der Terrasse oder im gemütlichen Speiseraum sitzen und die Atmosphäre ist wirklich schön. Die Gerichte sehen köstlich aus und sind es wohl auch, so wie die beiden reinhauen. Camelot und ich sind uns einig, dass Moni bald kein Auto mehr für die Tour benötigt – noch ein paar weitere solcher Abendessen und sie rollt von ganz alleine. Die anderen Gäste finden Camelot „so cute“ als er von Monis Eistee süppelt – das freut ihn natürlich.

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Abends lassen wir den Tag gemütlich auf der Veranda ausklingen – morgen müssen wir schließlich ganz früh los – erst ein Stück durch den Yellowstone Park um den Grand Teton Nationalpark zu erreichen – und dieser steht morgen auf dem Programm. Wir kuscheln uns in unsere Betten und fragen uns, ob wir heute Nacht die Wölfe heulen oder Bären um die Hütte schleichen hören.

 

Montag, 10.06.13 Yellowstone National Park / Grand Teton Nationalpark

Tageskilometer : 510 km

Heute Nacht hat es mehrfach merkwürdige Geräusche auf dem Dach unserer Blockhütte gegeben. Ein paar Mal hörte es sich so an, als wäre etwas sehr schweres auf das Dach geplumpst und dann wieder, als würde etwas über das Dach tapsen. Wir haben uns total gegruselt und Chris meinte dann, es wäre wahrscheinlich ein Bär oder Puma … Camelot hat sich daraufhin vor lauter Panik mit seinen Tentakelarmen und -beinen, wie eine Würgeschlange, um mich gewickelt so dass ich kein Schweineauge zubekommen habe … ich war fast erleichtert, als der Wecker um 6 Uhr diese Nacht beendet hat.

Die Ranch bietet ein üppiges Frühstück an, welches in gemütlicher Atmosphäre im einer Blockhütte angeboten wird. Die Sonne schickt zwar die ersten Strahlen vom Himmel, aber aufgrund der frühen Stunde haben wir erst bibberkalte 5 Grad Celsius.

 

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Chris macht erst mal Stopp im Örtchen West Yellowstone, schließlich muss Big T´s Tank aufgefüllt werden, während Moni versucht die ca. 500 neu erlegten Insekten von der Windschutzscheibe zu schrubben. In der Tankstelle wird neben den regulären Scheibenreinigern auch Bug-Wash angeboten – das hört sich nach etwas an, was unser Problem mit den stetig wachsenden Anzahl von Käferleichen auf der Windschutzscheibe lösen könnte.

Durch den West Entrance erreichen wir den Yellowstone Park um schon wenige Meilen später durch eine Bisonherde gestoppt zu werden – die kuscheligen Rindviehcher trotten – sehr zu unserer Freude – gemächlich über die Fahrbahn. Aus direkter Nähe sind diese 600 kg schweren Tiere sehr beeindruckend. Wir verlassen den Park über den Nordeingang – für heute steht ja erst mal Grand Teton Nationalpark auf dem Plan, welcher wenige Meilen von hier beginnt. Zuerst fahren wir zum Jackson Lake wo sich die Berge im See spiegeln und damit ein fantastisches Panorama bieten, danach geht es zum Visitor Center Coulter Bay. Aus den morgendlichen 5 Grad sind mittlerweile fast 30 Grad geworden und die Sonne brennt uns echt heiß auf den Pelz, daher drehen wir eine kurze Runde durch den klimatisierten Shop im Visitorcenter wo man – unter anderem – auch Bär-Abwehrsprays erwerben kann.

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Weiter geht es, an üppigen Blumenwiesen vorbei, welche einen fantastischen Kontrast zu den schneebedeckten Bergen im Hintergrund bieten zum Jackson Lake und dann in den Norden zum Jennys Lake. Wir nehmen den Scenic Drive zum Jennys Lake Visitorcenter und gönnen uns hier eine kurze Pause und ein schönes Eis – bei dieser Hitze ist eine Abkühlung dringend nötig.

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Als wir abends wieder den Yellowstone National Park erreichen, ist es noch hell, daher entscheiden Chris und Moni schon heute zum nahe gelegenen Old Faithful Geysir zu fahren, auch wenn dieser eigentlich erst für morgen eingeplant war. Der Tahoe wird auf dem Parkplatz in der Nähe  abgestellt und wir wandern die Rundtour über den Geysir Hill zum Castle Geysir.

Camelot und ich können uns für die blubbernden, stinkenden Löcher im Boden nicht wirklich begeistern. Zuerst vermuten wir, Moni hätte noch Nachwehen von den Bohnen vom Vorabend, bis wir dahinter kommen, dass die schwefeligen Gase aus dem Boden entweichen. Als wir auf dem letzten Kilometer sind, kommt plötzlich ein aufgeregter Fahrradfahrer auf uns zugeschossen und fragt uns, ob wir wüssten, dass der „Wer-auch-immer-Geysir“ gerade ausgebrochen sei… Nö, das wissen wir nicht und nach diesem langen Tag wird uns ein sprühender Geysir auch nicht zu einem Marathonlauf verleiten. Wir lassen den aufgeregten Biker also schon mal vorfahren – die Fontäne ist nun hoch genug, dass wir sie bald auch von unserem Standort gut sehen können – dafür haben wir Glück und der Old Faithful sprüht seine Fontäne gerade als wir wieder dort ankommen. Da dieser Geysir alle 90 Minuten losgeht, stehen natürlich schon sehr viele Touristen dort, die anscheinend schon länger auf das Spektakel warten. Unser Timing ist perfekt – wir bekommen das Schauspiel auch ohne Wartezeit zu sehen. Kaum haben wir unser Auto erreicht, bricht ein kleines Unwetter los und es kommen ein paar Hagelkörner in beeindruckender Größe vom Himmel. Doch schon bald ist der Spuk vorbei und als wir kurz darauf die nächste Bison-Straßensperre erreichen, scheint auch schon wieder die Sonne.

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Wir sind alle hundemüde aber auch hungrig, daher steuert Moni wieder die „Cinnamon Lodge“ an – hat ja gestern lecker geschmeckt, wozu also eine Alternative suchen, wenn man die Augen kaum noch offen halten kann ? Gegen neun Uhr erreichen wir endlich den Mexikaner und nach einem üppigen Mahl fallen wir völlig erledigt in unsere Betten. Heute interessiert sich noch nicht mal Camelot für die Schritte auf unserem Dach

 

Dienstag, 11.06.13 Yellowstone Park

Tageskilometer : 290 km

Als der Wecker um 6 Uhr losgeht, drehen Cam und ich uns nochmal um. Chrismo packen derweil zusammen, machen sich fertig und gehen dann zur Dining Lodge frühstücken. Danach wird das Gepäck eingeladen und ausgecheckt. Moni steuert auf dem Weg wieder die Tankstelle in West Yellostone an wo Big T. aufgefüllt wird, danach suchen wir eine Apotheke um ein wirksames Gegenmittel zu Christians Seuche zu ergattern. Die beiden entdecken die US-Variante von Wick Daymed und Wick-Medi-Night und eine Alternative zur Salznasenspülung. Moni greift zur – wie sie glaubt – größeren Version der Nasenspülung als sie die bebilderte Anleitung auf der Rückseite der Flasche entdeckt… diese zeigt deutlich in welche Öffnung diese Lösung eingebracht werden soll ..und diese befindet sich eindeutig nicht im Gesicht… Chris kauft dann doch lieber die kleine Flasche für die Nase während Moni sich erst noch wieder einkriegen muss und fröhlich vor sich hin giffelt. Christian wirft seine Pillen ein und Moni steuert den West Entrance an.

Auch heute erwartet uns erneut die Bisonherde,  das kennen wir ja mittlerweile. Wir fahren zu den Gibbon Falls, einem 25 m hohen Wasserfall, danach geht es weiter zu den im Norden gelegenen Mammoth Hot Springs. Die Sinterterassen wurden durch die heißen Quellen unterschiedlich geformt und bilden eine spektakuläre Landschaft. Camelot der die ganze Zeit im Rucksack gepennt hatte, denkt nach dem Aufwachen wir wären auf dem Mond gelandet und macht ganz große Augen.

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Gegen Mittag sichten wir die ersten Bären – einen Schwarzbären, der auf einer sonnigen Wiese herum tobt – und eine knappe halbe Stunde später stoßen wir auf mehrere Autos welche kreuz und quer in den Gräben parken ( mittlerweile wissen wir was solch ein Auflauf bedeutet – Tiersichtung !)  Chris und Moni stürzen aus dem Wagen und tatsächlich – eine Bärenmutter mit ihren beiden Babys wandert ein paar hundert Meter von uns entfernt über den Hang. Ferngläser werden herumgereicht und alle freuen sich einen Ast ab. Bärensichtungen sind das Highlight im Yellowstone. 

Wir steuern den Roosevelt Tower und die Towerfalls an – hier stürzt der Tower Creek 40 m in die Tiefe. Weiter geht es zum Grand Canyon of Yellowstone – eine Schlucht durch die der Yellowstone River fließt. Hier gibt es 3 große Wasserfälle – die Upper Falls, mit einer Höhe von 33 m, schauen wir uns zuerst an. Moni und Chris wollen anschließend zu den großen, 94 m hohen Lower Falls wandern, die doppelt so hoch sind wie die Niagarafälle, daher geht es einen langen steilen Weg hinunter. Der Ausblick ist wahrlich beeindruckend. Über dem gigantischen Wasserfall zeigt sich sogar ein Regenbogen. Ein unvergessliches Erlebnis. Camelot und ich wollen da gar nicht mehr weg. Aber irgendwann müssen wir dann doch zurück und das heißt gleichzeitig, dass wir den ziemlich steilen Weg, der vorhin noch so schön bergab ging – auch wieder hinauf müssen. Bei knapp 30 Grad im Schatten nicht unbedingt eine erstrebenswerte Aufgabe. Vor allem Chris mit Fieber und verstopften Atemwegen freut sich über jede Verschnaufpause. Moni holt mich und Camelot auf halber Strecke einfach aus unserem gemütlichen Rucksack, weil wir Ihr unter diesen Umständen angeblich einfach zu schwer wären und fordert uns auf diesmal selber zu klettern. Also schlagen wir uns den Berg hoch und Camelot hat schon bald einen großen Fanclub – ständig hört man Frauen „Ohhhhh – he is sooooo cute“ ausrufen…Und ich ? Bin ich etwa nicht cute in meiner schicken Eedo Badehose ??

 

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Endlich ist der Aufstieg geschafft und wir setzten uns erleichtert ins Auto wo wir uns per Klimaanlage wieder abkühlen lassen. Heute übernachten wir direkt im Yellowstone National Park – in einer kleinen Hütte direkt am Yellowstone Lake. Auf dem Weg dorthin entdecken wir doch tatsächlich ein großes Exemplar von einem Coyoten – von der Größe her könnte dieser fast schon als Wolf durchgehen. Chris und Moni können sogar ein paar Fotos von dem hübschen Kerlchen schießen – aus sicherer Entfernung natürlich.

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Wir erreichen die Yellowstone Lake Lodge, Chris und Moni checken ein  und fahren dann zu unserer Cabin. Das die stolzen Preise für diese Unterbringungen lediglich an der perfekten Lage der Cabins, liegen war den beiden schon bei der Buchung bekannt. Zahlreiche Berichte haben uns schon darauf vorbereitet, dass es sich um eine wirklich primitive Unterkunft handeln würde. Als wir diese jedoch betreten fällt mir jedoch die Rüssellade runter – draußen ist es noch hell und das kann man nicht nur durch die Fenster erkennen… man muss einfach nur durch den 3 cm breiten Spalt zwischen Wand und Fußboden schauen…

Camelot hatte mich letztens – als wir an einem der zahlreichen Trailerparks vorbei fuhren – gefragt, wie diese Leute denn wohl wohnen würden… ich sage ihm jetzt also er soll sich hier mal umschauen, dann hat er eine ziemlich genaue Vorstellung davon. Ok… es gibt fließendes Wasser ( welches durch den riesigen, altertümlichen Durchlauferhitzer in Kleinwagengröße, welcher mitten im Zimmer steht – sogar warm genossen werden kann ) Toilette und sogar eine Dusche … Fernseher, Telefon- und Internetzugang ist jedoch Fehlanzeige.  Jetzt sind wir völlig abgeschnitten von der Außenwelt.

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Chris findet, dass es nicht Lakelodge sondern eigentlich „Moskitolodge“ heißen müsste – denn kaum sind wir aus dem Wagen ausgestiegen, werden wir auch schon von einem Mückenschwarm umzingelt. Chrismo waren zwar vorgewarnt und vorbereitet – und haben sich sogar kurz vor Ankunft noch im Auto – mit dem speziell für Yellowstone empfohlenen Spray eingesprüht – aber als Moni sich nach der Ankunft umzieht entdeckt sie vier riesige Quaddeln – eine davon sogar in der Achselhöhle und zwei am A… * huust * …Allerwertesten. Diese Stellen hatte sie wohl ausgelassen und die Mücken hier scheinen keinerlei Berührungsängste zu haben. Camelot lacht sich dermaßen darüber schlapp, dass er vom Bett fällt und sich dabei wieder in seinen eigenen Beinen verheddert. Moni ist über seine Erheiterung beleidigt und lässt ihn verknotet liegen. Da muss dann Christian aushelfen … aber erst nachdem er ausgelacht hat … Die Auswahl an Restaurants ist hier erwartungsgemäß sehr übersichtlich, aber es gibt ein Deli in der Nähe bei dem belegte Baguettes und Muffins erstanden werden können. Dann gibt es eben Picknick im Bett – vor der Hütte sind uns einfach zu viele Mücken unterwegs.

 

Mittwoch, 12.06-13 Yellowstone Nationalpark – Cody

Tageskilometer : 210 km

Um 7 Uhr, als der Wecker klingelt, schmeißt Chris erst einmal den Ofen an – über Nacht sinken die Temperaturen hier nämlich empfindlich ab – und momentan liegen wir bei 2 Grad Celsius. In einer Hütte, die nicht isoliert ist, nicht unbedingt ein Grund aus dem Bett zu hüpfen.

Christian, der immer noch fiebrig ist bekundet seine „Duschverweigerungshaltung“ für den heutigen Tag, Moni hat keine Ausrede und wagt sich tapfer in die eiskalte Nasszelle – allerdings fällt Haare waschen heute flach – einen Fön sucht man hier nämlich vergeblich. Die beiden gehen in die Cafeteria der Lodge zum Frühstück und kommen wenig begeistert zurück – ist wohl nicht besonders empfehlenswert.

Danach wird zusammengepackt und ausgecheckt. Bei der üblichen Frage der Rezeptionistin, ob  der Aufenthalt in der Cabin denn genossen wurde, muss Moni sich ein wenig zusammenreißen keine ehrliche Antwort zu geben – sie wusste ja vorher was sie erwarten würde, also heißt es : Klappe halten. Dafür waren wir mitten im Wald und direkt am Lake – Natur pur sozusagen.

Ein letztes Mal geht es durch den Yellowstonepark – über die 212 zum „Sulphur Caldron“ und an den Tower Falls vorbei. Tatsächlich sehen wir auch noch einmal einen Schwarzbären. Diesmal nur wenige Meter von uns entfernt.

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Wir verlassen den Park über den Northeast Entrance und fahren weiter auf der 212, dem Beartooth Highway, durch das Örtchen Silvergate –  hier haben sich doch tatsächlich 2 Bisons einen Vorgarten für ihren Mittagsschlaf ausgesucht.

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Chris übernimmt ab hier – für die Strecke nach Cody hat er die Fahrt über den „Chief Joseph Scenic Highway“, die 296 ausgesucht – diese längere Strecke ist auf jeden Fall der direkten Verbindung vorzuziehen – die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und bietet unterwegs viele lohnenswerte Aussichtspunkte.

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Gegen Nachmittag erreichen wir Cody – die Stadt wurde von William F. Cody, besser bekannt als Buffalo Bill, gegründet. Der gesamte Ort ist natürlich im Westernstyle gehalten. Unser Hotel, das „Comfort Inn“ kommt uns im direkten Vergleich mit der letzten Cabin wie der reinste Luxus vor. Am „Buffalo Bill Museum“ haben wir alle kein Interesse, und Chris und Moni ziehen nach den anstrengenden letzten Tagen eine Pause am Hotelpool vor, während Camelot und ich lieber an der Matratze horchen wollen. Doch schon kurz darauf wecken die zwei uns, weil ein Sommergewitter den Aufenthalt am Pool vorzeitig beendet hat. Da es auch schon Zeit fürs Abendessen ist, fahren wir in den Ort und Moni und Chris vertilgen bei Irma Buffalo Bill leckere Burger mit Pommes und Salat. Vor dem – im Saloonstil gehaltenen – Restaurant findet auch eine Westernshow statt, leider gießt es immer noch in strömen, daher macht das zuschauen nicht wirklich Spaß und nach einem kurzen Bummel durch den Ort ( der eher darin besteht möglichst schnell von einem Laden in den nächsten zu sprinten ohne allzu nass zu werden ) machen wir es uns im Hotel gemütlich, schauen noch ein wenig Fernsehen, schreiben Tagebuch und Postkarten werden auch noch in Angriff genommen.

Donnerstag 13-06.13 Cody – Gillette

Tageskilometer : 150 km

Heute gehen wir den Tag ganz gemütlich an. Der Wecker holt uns erst um 8 Uhr aus dem Reich der Träume, dann geht es zum Hotelfrühstück. Der Frühstücksraum ist in einem anderen Gebäude auf dem Grundstück und kann nur durch einen Giftshop erreicht werden – sehr clever eingefädelt. Aber das Frühstücksbuffet ist sehr umfangreich, und der Saal im Saloonstil gehalten. Betreut wird man hier von einem sehr netten, älteren Ehepaar in Cowboykluft. Auf dem Rückweg durch den Shop kauft Moni dann doch noch die ein oder andere Kleinigkeit, dann wird zusammengepackt, ausgecheckt und der Tahoe gefüttert. Chris gibt unser nächstes Ziel – Gillette – ins Navi ein, und los geht es. Wir verlassen Montana und durchqueren nun den Bundesstaat South Dakota. Die Landschaft unterscheidet sich völlig von Montana. Wir fahren die kurvenreiche Strecke die Berge hinauf, begleitet von markanten rot gefärbten Felsen – bei der Abfahrt erwartet uns dann eine grüne, sanfte Hügellandschaft – Weiden und Pferdeherden.

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Gegen 16 Uhr erreichen wir nach einer spaßigen und abwechslungsreichen Fahrt die Stadt Gillette und befinden uns damit in Wyoming. Das hiesige„Holiday-Inn-Express“ macht einen sehr modernen Eindruck. Chris und Moni bringen das Gepäck auf’s Zimmer dann geht es erst mal zu Smith´s einkaufen – die Getränkevorräte neigen sich nämlich langsam dem Ende zu. Nach einer kurzen „Gillette-Erkundung“ geht es zu einem Gelage mit Vorspeisen, Steak und Shrimps ins gegenüberliegende „Applebees“.

Das schlechte Gewissen aufgrund dieser Völlerei folgt bei Moni jedoch rasch darauf, denn nach einer „Verdauungspause“ rafft sie sich auf und erkundet mal die Poolanlage. Wir drei Männer bleiben – völlig ohne schlechtes Gewissen – gemütlich im Bett während Moni ihre Runden schwimmt und anschließend in den Hot Tubs relaxed.

 

Freitag, 14.06.13 Gillette – Devils Tower – Deadwod – Spearfish Canyon – Spearfish

Tageskilometer : 245 km

Nach einem leckeren Frühstück im Hotel machen wir uns bei strahlendem Sonnenschein und 26 Grad auf den Weg. Erster Stopp ist wieder mal eine Tankstelle um Big T´s halbvollen Tank aufzufüllen. Danach geht es durch die Waschstraße –schließlich müssen wir dringend den Staub der letzten paar tausend Meilen abwaschen -und auch endlich den Käferfriedhof von der Motorhaube entfernen.

Moni übernimmt das Steuer und Chris gibt das nächste Ziel ins Navi ein, den „Devils Tower“. Camelot will erst gar nicht aussteigen, weil er denkt da würde der Teufel wohnen. Chris erklärt ihm dann, dass es sch hierbei lediglich um einen 265 m hohen Monolithen handelt mit einem Durchmesser von 150 m. Moni und Chris wandern den 3 km langen Trail um das Monument herum, Cam und ich lassen uns wandern – es ist viel zu heiß zum selber laufen, auch wenn es teilweise durch schattige Waldabschnitte geht. Auf den Wiesen können wir Scharen von Präriehunden beobachten – die putzigen Nager wuseln hier überall herum.

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Auf der anschließenden Weiterfahrt nach Spearfish macht Moni einen Abstecher nach Deadwood, eine ehemalige Goldgräberstadt im Westernstyle. Parkplätze sind hier Mangelware und wenn, dann nur gegen Gebühr. Daher freuen sich die beiden, als sie in einem nahen Wohngebiet noch einen freien Platz ergattern. Nachdem Moni es mit Chris´ Hilfe geschafft hat, den nicht gerade kleinen Tahoe, rückwärts in die Lücke zu manövrieren, sehen die beiden erst das am Zaun befestigte Schild, dass hier lediglich Anwohner parken dürfen. Daher wird der Motor wieder gestartet um eine neue Runde Parkplatzsuche zu starten. Plötzlich kommt ein älteres Ehepaar winkend aus dem Wohnhaus gelaufen. Sie fanden dass so toll, dass wir den Hinweis – wohl im Gegensatz zu vielen anderen Touris – ernst genommen haben. Daher dürfen wir dort stehen bleiben. Und als sie hören, dass wir Deutsche sind sie noch mehr begeistert – wann immer wir nach Deadwood kommen, ein Parkplatz vor deren Haus ist uns für alle Zeiten sicher. Echt süß die beiden. 

An diesem Wochenende findet in Deadwood abends ein großes Open-Air Konzert statt und momentan läuft ein Wettbewerb für Dock-Dogs – Hunde, die ihrem geworfenen Spielzeug in einen Pool folgen – fliegende Hunde also.

 

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Nach einer Runde durch den Ort geht es weiter zum Spearfish Canyon, welcher in einem malerischen Laubwald liegt. Hier wandern wir zum Wasserfall – eine wirklich schöne Strecke. Da es sehr heiß ist, reagiert Moni ganz begeistert, als sie eine Stelle entdeckt, wo sie ihre Schuhe ausziehen und die Füße in den eiskalten Fluss baumeln lassen kann. Christian warnt zwar, dass sie mit diesem Giftgasangriff ein Fischsterben im Creek auslösen könnte, aber sie geht das Risiko ein und planscht schon bald durch das kühle Nass. Camelot lässt auch gleich die Hufe ins Wasser hängen, nur meine Keulchen sind zu kurz … aber auch trockenen Hufes ist es wirklich herrlich hier am Creek zu sitzen. Nach der Pause übernimmt Chris das letzte Stück nach Spearfish, damit Moni erst mal trocknen kann.

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Am frühen Abend erreichen wir das „Holiday Inn“. Direkt gegenüber befindet sich ein Applebees – da fällt die Wahl des Lokals für´s Abendessen nicht schwer.Später wird dann die Tour für den nächsten Tag geplant und ein paar US-Serien geschaut. 

 

Samstag 15.06.13 – Badlands National Park , Wall, Rapid City

Tageskilometer : 460 km

Heute wird bis 7 Uhr geschlafen, danach gibt es Frühstück im „Lucky 13 Pub“. Chris setzt auf Rührei und Toast, Moni entscheidet sich für eine Berg mit Blaubeer-Buttermilk-Pancakes mit Blaubeersirup. Anschließend steuert Chris die Tankstelle an, danach geht es zum Badlands Nationalpark. Dieser wurde schon für mehrere Filme als Drehort genutzt – bereits Kevin Costner hat hier ein Tänzchen mit dem Wolf auf’s Parkett gelegt undfür den Film „Starship Troopers“ wurde ebenfalls teilweise hier gedreht. Genauso sieht es hier auch aus – bizarre Felsformationen die sich vor uns ausbreiten und einem das Gefühl geben, man wäre irgendwie auf einem fremden Planeten gelandet. Camelot gerät mal wieder in Panik als er während der Tour aufwacht, da er denkt er wäre von Aliens entführt worden. Moni beruhigt ihn damit, dass er hier lediglich Klapperschlangen fürchten müsse, keine Aliens. Wir lachen erst über diesen vermeintlichen Scherz, bis wir dann die Warnschilder entdecken, die überall aufgestellt sind.. upsi…

Wir wandern die verschiedenen Trails in dieser Mondlandschaft ab, aber die Hitze ist kaum auszuhalten – und Schatten sucht man hier vergeblich.

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Mit dem Tahoe geht es dann auf die Schotterpiste der „Sage Creek Rim Road“ – außer Fahrspaß gibt es hier riesige Kolonien von Präriehunden und auch Bisonherden fehlen hier nicht. Lebende Klapperschlangen sehen wir zum Glück nicht – lediglich eine tote Klapperschlange am Straßenrand… kein schöner Anblick.

Obwohl wir schon vorgewarnt sind, dass der „Wall-Drugstore“ einen totalen Kitschoverload bieten wird, steuert Moni diesen Store an – liegt nun mal direkt auf dem Weg nach Rapid City. Christian und Moni finden es hier leider echt gruselig – nur Touristenramsch wird hier verkauft. Schade – Camelot und mir gefällt es hier. Sooo viel Spielzeug !

Wir erreichen Rapid City und Chrismo bestellen erst einmal ein schönes Abendessen in „Chilis Grill und Bar“ – eins der Lieblingslokale der beiden in den USA, welches auf der bisherigen Route noch nicht vertreten war. Gesättigt schauen wir uns dann Downtown Rapid City an – ein hübscher, gepflegter kleiner Ort mit vielen Geschäften und Lokalen.

 

Sonntag, 16.06.13 – Spearfish – Mount Rushmore – Blackhills – Custer Nationalpark – Custer

Tageskilometer : 300 km

Um 7 Uhr wird zusammengepackt und wir genehmigen uns im „Lucky 13 Pub“ noch ein üppiges Frühstück. Diesmal hilft Camelot der Moni bei den Blaubeerpancakes, alleine schafft sie diesen Berg nicht. Wir checken aus und – nachdem der Tank neu aufgefüllt wurde – steuert Moni Mount Rushmore an.

Unser Navi ist anscheinend nicht gut auf uns zu sprechen und leitet uns durch die Walachei von hinten an das Monument. Der kurvenreiche Weg durch Wälder, vereinzelte Dörfer und vorbei an Rinderherden ist zwar wunderschön malerisch, aber als wir dann auf einen Wandertrail abbiegen sollen geben wir auf und Chris lotst Mo anhand der Karte über Google die letzten paar Meilen. Mit unserem Jahrespass für die Nationalparks können wir hier nichts anfangen – Chris hatte schon bei der Urlaubsplanung herausgefunden, dass das hier ganz pfiffig geregelt ist – der Eintritt für das Monument ist nämlich gratis – lediglich für´s parken müssen $11 Dollar bezahlt werden. Der Parkschein ist dann ein ganzes Jahr gültig. Chrismo beschließen diesen im Handschuhfach zu lassen, um den Nachmietern des Tahoe einen Gratisbesuch des Monument zu spendieren.

Erwartungsgemäß ist der Platz heute sehr stark besucht – zumal auch noch Fathersday ist und daher noch mehr Familien diesen Ort ansteuern. Chris und Moni schießen also ein paar Fotos dann schauen wir im Giftshop noch schnell – und mal wieder vergeblich – nach einem T-Shirt in meiner Größe und verziehen uns schnell wieder von diesen Menschenmassen.

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Moni fährt Richtung Black Hills zum Custer Nationalpark. Hier soll es außer Bären, Bisons, Iltissen, Luchse, Berglöwen und den Pronghorn Antilopen ( die Moni immer liebevoll „Weißarsch-Rehe“ nennt ) noch eine Herde Burros geben – Esel, welche herausgefunden haben, dass man von den Besuchern oft erfolgreich Leckerchen erbetteln kann. Also wird unterwegs noch im Generalstore „Eselfutter“ gekauft. Auch hier hat der Jahrespass keinen Wert, da es sich um den Custerpark nicht um einen Nationalpark sondern um einen Statepark handelt. Wir bezahlen also die $15 und cruisen erst mal bei herrlichem Wetter über den Wildlife Loop. Bis auf Bisons und Pronghorns sehen wir aber heute keine Wildtiere – gegen Abend hätten wir wahrscheinlich mehr Glück gehabt, bei der Hitze verkriechen sich die meisten Tiere wohl lieber im Wald. Aber die Burros entdecken wir unter Schattenspendenden Bäumen auf einer Wiese und Chris und Moni verteilen erst mal die gekauften Leckerchen die guten Anklang finden.

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Später geht es dann hoch in die Berge zu den „Devils Needles“. Die Strecke ist sehr kurvenreich und spaßig und führt teilweise durch schmale, einspurige Tunnel – hier muss bei Einfahrt gehupt werden, damit evtl. Gegenverkehr vorgewarnt wird.

Die Strecke teilen sich die beiden – soll schließlich jeder mal seinen Spaß haben. Dann geht es wieder bergab und auf der anderen Seite erreichen wir den „Sylvan Lake“. Sehr malerisch gelegen, überragt von den Needles.  Wir wandern um den See herum und stellen fest, dass es hier anscheinend viele große Fische gibt. Mehrere der – häufig vertretenen – Angler, ziehen während unseres Spaziergangs stolz ihre recht großen Fänge aus dem See. Da es sehr heiß ist und wir uns direkt am Wasser befinden, möchte Moni natürlich wieder Ihre Wanderschuhe ausziehen um in den See zu waten – Chris weist Sie darauf hin, dass es doch wirklich schade wäre den Fischbestand im See auszurotten und den Anglern ihren Spaß zu verderben. Petrus sieht das anscheinend genauso, denn plötzlich fängt es an zu regnen. In den Bergen kann das Wetter immer ziemlich schnell umschlagen. Wir brechen also ab und fahren zu unserem Hotel für die kommende Nacht, dem „Best Western“ im nahe gelegenen Custer. Als wir dort eintreffen scheint auch schon wieder die Sonne.

 

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Chrismo bummeln noch ein wenig durch den kleinen Ort und bringen dann von unterwegs Pizza und Knoblauchbrot von Pizza Hut mit. Es gibt also wieder Picknick im Bett bei amerikanischen Crime Serien.

 

Montag, 17.06.13 Custer – Cheyenne

Tageskilometer : 430 km

Der heutige Tag ist ein reiner Fahrtag, wir können es also ganz gemütlich angehen und stehen erst um 8 Uhr auf. Chris und Moni wollten eigentlich das Hotelfrühstück nutzen, aber nach einem kurzen Blick in den überfüllte Raum kommen sie zurück auf´s Zimmer, packen zusammen und befragen TripAdvisor nach Frühstücksempfehlungen. Das beste Frühstück soll es bei „Bobkats“ geben – ein Häuschen das komplett lila gestrichen ist und Moni daher schon am Vorabend positiv aufgefallen ist. Als wir dort ankommen ist aber leider noch geschlossen. Es gibt unter der Woche nur noch Brunch und dafür sind wir zu früh dran.

Die beiden entscheiden sich dann für „Our Place“, ein Diner welches fast ausschließlich von Einheimischen frequentiert wird. Hier kennen sich alle und – weil es so gerammelt voll ist – helfen die Gäste beim Einwickeln des Bestecks und beim Abräumen der Tische. Zum Glück haben wir heute keinen Zeitdruck, daher macht es nichts aus, dass die Zwei über eine halbe Stunde auf das Essen warten müssen. Dafür ist es aber auch sehr lecker und die Kaffeetassen werden alle 2 Minuten nachgefüllt.

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Da das Wetter heute so schön ist und wir die nächsten Stunden im Auto verbringen werden, steuert Chris nach dem Tanken erneut den Sylvan Lake an und wir wandern noch ein wenig um den See herum – dann geht es weiter nach Cheyenne.

Die Strecke führt durch die Great Plaines und diese endlosen Weiten werden abgelöst von Pferde- und Rinderweiden. Später übernimmt Moni das letzte Stück der Fahrt. Leider dreht sie dazu die Musik auf und singt lauthals mit. Ich habe das Glück, dass ich mir Oropax in die Schweineohren stecken kann – Camelot muss das Grauen aussitzen.

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In Cheyenne wird erst mal im „Holiday Inn“ eingecheckt. Als wir ins Zimmer kommen, finden wir dort nur ein Queensize Bett vor. Moni und Chris gehen also wieder zur Rezeption und erklären der verwunderten Shelly, dass wir vier uns zwar alle ganz doll lieb habe, aber trotzdem nicht zusammen in einem Einzelbett schlafen möchten. Wir bekommen dann ein neues Zimmer mit zwei Queens, Moni und Chris bringen das Gepäck hoch und dann geht es zum Abendessen zu einem „Chilis Bar and Grill“ zu Burgern und Süßkartoffelpommes mit Parmesan und Knoblauch. Anschließend bummeln wir noch durch die kleine Mall welche direkt gegenüber vom Restaurant liegt. Leider gibt es dort auch ein Tiergeschäft – in den USA ist es ja üblich Katzen- und Hundewelpen in Glas- und Gitterkäfigen in Tiergeschäften anzubieten. Nicht anders als Hamster und Zwergkaninchen. Moni bekommt dann immer direkt schlechte Laune und Pipi in die Augen, wenn sie die Welpen, zusammen eingepfercht auf engstem Raum sieht und dann noch mitbekommt, wie kleine Kinder ihre Eltern anbetteln „diesen süßen kleinen Collie“mitnehmen zu dürfen. Chris schleift sie daher zum gegenüberliegenden „Maurices“ und übergibt sie dort einer redseligen Verkäuferin, damit Moni schnell abgelenkt wird. Die Taktik funktioniert und bald verlassen die Beiden mit mehreren Tüten das Geschäft. Im Hotel wird nur noch ein gemütliches Schaumbad genommen und ein wenig Fernsehen geschaut – schließlich müssen wir am nächsten Morgen wieder früh raus.

Dienstag 18.06.13 Cheyenne – Rocky Mountains Nationalpark – Estes Park

Tageskilometer : 340 km

Gefrühstückt wird heute im „Dennys“, anschließend getankt und dann braust Moni Richtung Estes Park / Rocky Mountains los. Nach einer schönen Fahrt erreichen wir das Örtchen Estes Park und den Rocky Mountain Nationalpark.

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Es ist bewölkt und die Temperatur liegt bei 20 Grad. Über die Trail Ridge Road steigen wir immer höher in die Berge. Je höher wir kommen, desto kühler wird es und desto grandioser wird die Aussicht. Teilweise liegt der Schnee noch richtig hoch und an einigen Stellen wir vor Lawinen gewarnt. Als wir am höchsten Punkt ankommen um dort ein wenig herumzuwandern, fängt es sogar an zu schneien und die Temperaturen liegen nur noch bei 10 Grad.

Auf der anderen Seite geht es wieder bergab – dort treffen wir auf Hirsche mit gewaltigen Geweihen, Rehe und Elche. Sogar ganz kleine Elchkälber sind dabei. Plötzlich höre ich nur wie Chris der Moni zuruft sie soll schnell anhalten.  Der Tahoe wird also im nächsten Graben neben der Straße geparkt ( wofür hat man denn schließlich einen Geländewagen ? ) und wir sehen Chris nur mit der Kamera Richtung Wald flitzen. Moni schaut gerade noch ratlos aus dem Seitenfenster und versucht herauszufinden, was Christian so in Aufregung versetzt hat, als auch schon ein riesengroßer Elch aus dem Wald kommt und auf Chris zutrabt. Das Tier ist wirklich beeindruckend groß … Der Elchbulle nöhlt Chris noch etwas zu – anscheinend ist er mit der Gesamtsituation unzufrieden – und überquert dann flott die Straße. Das war echt ein Erlebnis!

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Kurz darauf erreichen wir den „Shadow Mountain Lake“ und spazieren dort ein wenig durch die Botanik – ein herrlicher Platz für ein Picknick, mitten in der Natur, dann geht es weiter zum „Bear Lake“, auch hier gibt es schöne Trails um den See zu umrunden.

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Die Sonne geht bald unter, also steuert Moni das heutige Hotel an – das „Rocky Mountains Inn“. Nach dem einchecken und Gepäck ausladen gehen wir in den Ort und stöbern noch etwas in den zahlreichen Geschäften herum, anschließend gibt es Pizza und Bier zum Abendessen und für die Mampftante Moni noch ein Eis auf die Hand als Wegzehrung für den Rückweg. Der Tag war lang und daher haben wir alle mit dem einschlafen keine Probleme.

Mitwoch, 19.06.13 Estes Park – Denver

Tageskilometer : 300 km

Heute bricht unser letzter Urlaubstag an – außerdem feiern Chris und Moni heute ihr 20-Jähriges Jubiläum und den 4. Hochzeitstag gleichzeitig. Gefrühstückt wird im Hotel – leckere Waffeln mit Erdbeeren und Frenchtoast. Die beiden packen zusammen und Moni übernimmt mit feuchten Augen das Steuer. Das wird dann – außer der Fahrt zum Flughafen morgen – die letzte Fahrt mit ihrem geliebten Tahoe werden. Die Fahrt nach Denver ist kurz, dafür führen die letzten Meilen über eine mehrspurige Autobahn wo viel Berufsverkehr herrscht Das sind wir – nach mehreren Wochen der endlosen, leeren Highways mitten durch die Natur – überhaupt nicht mehr gewöhnt.

Unser erstes Ziel ist erst mal ein bestimmtes Tiergeschäft, welches Chris bereits in Deutschland rausgesucht hat – unsere beiden Katzen zu Hause sind ganz verrückt nach den Catnip Zigarren von „Ratherbee“ und außerdem möchten Chrismo noch den „DaBird“ ( eine ganz spezielle Katzenangel ) erwerben. Natürlich kommen beim bummel durch dieses urige Lädchen – noch einige – gaaanz wenige – Katzenartikel hinzu, dann fahren wir weiter zu unserem Hotel, das „Crowne Plaza“. Nicht nur sehr schick sondern auch direkt gegenüber der Mall auf der berühmten 16. Street und dadurch sehr zentral. Die Zwei machen sich kurz frisch, dann geht es auf zur Denver-Erkundung bei 30 Grad im Schatten. Zuerst werden natürlich noch ein paar Shirts im Hardrock Cafe ergattert und die obligatorische Starbucks City Mug muss natürlich noch mit. Bei „Barnes and Nobles“ bleiben die Beiden erst mal hängen und stöbern in dem gewaltigen Angebot von Büchern, Zeitschriften und Schreibwaren, anschließend gibt es eine kurze Rast bei „Chipotle“ mit leckeren Burritos, dann wird noch DownTown erkundet. Irgendwann ist die Hitze aber kaum mehr zu ertragen und der Pool auf der Dachterrasse unseres Hotels wirkt auf Chris und Moni immer verlockender. Also steigen wir in einen der kostenlose Busse die durch die Innenstadt pendeln. Den Nachmittag verbringen wir dann auf der Hotelterrasse und genießen es einfach mal rein gar nix zu machen – nur faulenzen, schwimmen und lesen. Tut nach den ganzen Touren auch mal gut.

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Als die Sonne untergeht fängt Monis Magen an zu knurren, daher schälen wir uns aus unseren  Sonnenliegen. Chrismo machen sich kurz ausgehfein und gehen noch mal in die City um in einem hübschen Lokal ein leckeres Abendessen zu genießen – und um zu feiern wie Christian sagt. Ich bin ratlos und frage, was es denn zu feiern gebe und Chris erinnert mich an das 20-jährige Jubiläum.

Ich tue so, als wäre der Groschen gefallen und bespreche das Ganze dann später mit Camelot – aber auch ihm fällt nicht ein, was es zu feiern gebe wenn man es 20 Jahre mit der Moni aushalten musste… außer vielleicht, dass er es so lange überlebt hat ? Das wird es wohl sein.

Spät am Abend kommen die Beiden zurück auf´s Zimmer – hier warten noch 2 Koffer und eine – noch zusätzlich angeschaffte – große Reisetasche darauf, gepackt zu werden und auch die ganzen Sachen welche die letzten Wochen im Tahoe untergebracht waren müssen jetzt wieder raus. Danach geht es ab in die Heia.

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Donnerstag 20.06.13 Denver – Abflug

Tageskilometer : 53 km

Um 6 Uhr verlassen wir das Hotel und fahren zum Flughafen. Bei Alamo muss sich Moni dann endgültig von Ihrem Big T. trennen. Ein letztes Foto noch vom Meilenstand und wir halten damit fest, dass wir ganze 5.700 Kilometer zurück gelegt haben !

Diesmal hat sich Monika schon vorsorglich die Sonnenbrille angezogen, damit die Angestellten der Mietwagenfirma nicht immer so befremdlich gucken, wenn sie mit rot verheulten Augen den Autoschlüssel übergibt.

Im Shuttlebus schnüffelt sie noch ein wenig vor sich hin, und Camelot  und ich tun so, als hätten wir rein gar nichts mit dieser Person zu tun. Später lenkt sie zum Glück der übliche Flughafenrummel vom Trennungsschmerz ab.

Schon bald sitzen wir im Flieger Richtung Chicago und nach einem kurzen Zwischenstopp dann auch in der Maschine die uns wieder nach Düsseldorf zurück bringt.

Ein herrlicher Urlaub geht zu Ende. Bisher unser schönster USA Roadtrip –  aber bestimmt nicht unser Letzter. Amerika – wir kommen wieder !

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